China verschärft Regeln zur Löschung von Marken

Zusammenfassung

China hat die Regeln für die Löschung von Marken verschärft und fordert nun stärkere Nachweise für die Nichtbenutzung, darunter detaillierte Recherchen und Untersuchungen, um Missbrauch des Systems zu verhindern.

Die chinesische nationale Verwaltung für geistiges Eigentum (CNIPA) hat ihre Richtlinien für Löschungsverfahren wegen dreijähriger Nichtbenutzung eingetragener Marken überarbeitet. Diese Aktualisierung führt strengere Beweisanforderungen für Antragsteller ein, die inaktive Marken anfechten. Zuvor reichten minimale Suchergebnisse – oft beschränkt auf einige Seiten allgemeiner Suchmaschinenausgaben – aus, um die Nichtbenutzung nachzuweisen. Plattformen wie Baidu.com oder Bing.com wurden häufig zitiert, ohne formale Einschränkungen hinsichtlich der Suchbegriffe oder des Plattformumfangs. Der überarbeitete Rahmen spiegelt ein erhöhtes Prüfniveau durch das chinesische Markenamt (TMO) wider.

Jüngste Durchsetzungsmaßnahmen deuten darauf hin, dass das TMO nun umfassendere Nachweise für die Nichtbenutzung verlangt. Antragsteller müssen zusätzliche Suchdaten und Untersuchungsergebnisse vorlegen, um ihre Ansprüche zu untermauern. Während die aktualisierten Richtlinien akzeptable vorläufige Beweismittel umreißen, legen sie kein formales Protokoll für Untersuchungen fest. Rechtspraktiker müssen ihre Strategien anpassen, um den sich entwickelnden Erwartungen gerecht zu werden.

Um den Standards des TMO zu entsprechen, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

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  • Führen Sie umfangreiche Recherchen auf großen chinesischen Plattformen durch, einschließlich E-Commerce-Seiten wie JD.com und Taobao.com sowie sozialer Medien wie WeChat und Douyin/TikTok.

  • Verfeinern Sie die Suchen auf spezifische Waren oder Dienstleistungen. Verwenden Sie beispielsweise gezielte Schlüsselwörter wie „Marke + Bekleidung" oder „Marke + Schuhe", um relevante Listings zu identifizieren.

  • Untersuchen Sie die geschäftlichen Verbindungen des Markeninhabers. Handelt es sich beim Inhaber um eine natürliche Person, prüfen Sie verbundene Unternehmen oder Entitäten, die die Marke möglicherweise nutzen.

  • Bei Bildmarken oder visuellen Elementen setzen Sie KI-gestützte Bildsuchen ein, um potenzielle Nutzungen oder Designähnlichkeiten aufzuspüren.

  • Befinden sich Antragsteller und Markeninhaber in derselben Stadt, erstellen Sie detaillierte Berichte über Vor-Ort-Untersuchungen.

Das TMO verlangt von Antragstellern zudem, ihre Löschungsgründe zu begründen und die Genauigkeit der eingereichten Unterlagen zu verifizieren. Diese zusätzlichen Anforderungen haben die anfängliche Beweislast erheblich erhöht.

Die Überarbeitungen gehen wahrscheinlich auf Bedenken hinsichtlich des Missbrauchs von Löschungsverfahren wegen Nichtbenutzung zurück. Strengere Prüfpraktiken bei Marken haben Anfechtungen durch Argumente der Unähnlichkeit oder Zustimmungsvereinbarungen erschwert. Dies hat einige Anmelder dazu veranlasst, Löschungen wegen Nichtbenutzung als letzte Option zu nutzen.

Das chinesische Markensystem basiert auf dem Prinzip „Wer zuerst anmeldet, erhält das Recht", ohne dass eine tatsächliche Benutzung erforderlich ist. Folglich bleiben viele eingetragene Marken ungenutzt. Während die neuen Standards missbräuchliche Anmeldungen abschrecken dürften, werden sie legitime Fälle wahrscheinlich nicht blockieren. Der erhöhte Zeit- und Kostenaufwand für gründliche Untersuchungen könnte jedoch opportunistische Ansprüche eindämmen.

Unternehmen müssen Marken proaktiv überwachen, um diesen Veränderungen voraus zu sein. Das Risiko von Konflikten oder verwechslungsfähigen Eintragungen steigt, da immer mehr Marken in globale Märkte expandieren. Eine robuste Überwachungsstrategie ermöglicht die frühzeitige Identifizierung potenzieller Bedrohungen und reduziert die Wahrscheinlichkeit kostspieliger Rechtsstreitigkeiten.

Das Verständnis von Verwechslungsrisiken und die Führung detaillierter Aufzeichnungen werden entscheidend sein, um in dieser sich wandelnden Landschaft zu navigieren. Es ist unerlässlich, über Trends bei den Prüfern informiert zu bleiben und sich auf Verschiebungen bei den Durchsetzungsprioritäten einzustellen. Mit den richtigen Tools können Unternehmen ihre Marken effektiv schützen, ohne auf veraltete Methoden oder Spekulationen angewiesen zu sein.

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