China verschärft Vorschriften für digitale Kennzeichnungen

Zusammenfassung

Chinas neues Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb von 2025 erweitert den Schutz digitaler Kennzeichnungen, einschließlich Online-Pseudonyme, App-Namen und Social-Media-Konten. Das Gesetz stärkt die rechtlichen Rahmenbedingungen, um eine irreführende Nutzung von Marken und Firmennamen zu verhindern, und stimmt sich mit dem Markenrecht ab, um den Herausforderungen der digitalen Wirtschaft zu begegnen. Obwohl die Überarbeitungen klarere Leitlinien für den Markenschutz bieten, decken sie noch keine aufkommenden Fragen wie den Einsatz von KI-Technologien ab. Die tatsächliche Wirkung des Gesetzes wird von gerichtlichen Auslegungen und der Durchsetzung abhängen; Unternehmen sind daher aufgefordert, sich an das sich wandelnde regulatorische Umfeld anzupassen.

Chinas aktualisiertes Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (AUCL 2025) trat am 15. Oktober 2025 in Kraft. Die Überarbeitungen markieren einen entscheidenden Wandel in den Rechtsrahmen, insbesondere bei der Bewältigung der Komplexitäten der digitalen Wirtschaft. Zentral für diese Änderungen ist Artikel 7, der nun mit Artikel 6 der Version von 2019 übereinstimmt. Diese Angleichung spiegelt eine breitere Bemühung wider, Probleme wie den Missbrauch von Handelskennzeichen und die Schnittstelle zwischen Unternehmensnamensrechten und Markenschutz anzugehen.

Das Gesetz umfasst nun eine breitere Palette von Kennzeichen als schutzfähige Handelskennzeichen. Über konventionelle Elemente wie Produktnamen, Unternehmensnamen und Domainnamen hinaus schützt es ausdrücklich Online-Spitznamen, Namen von Social-Media-Konten, App-Namen und App-Icons. Diese Erweiterung unterstreicht die wachsende Bedeutung digitaler Plattformen und die Notwendigkeit rechtlicher Mechanismen, die sich parallel zu modernen kommerziellen Aktivitäten entwickeln.

Die Überarbeitungen richten das AUCL auch nach Artikel 58 des Markengesetzes der VR China aus. Diese Bestimmung legt dar, dass die Verwendung einer eingetragenen oder nicht eingetragenen bekannten Marke einer anderen Partei als Teil eines Unternehmensnamens in einer Weise, die die Öffentlichkeit irreführt, unlauteren Wettbewerb darstellt. Frühere Versionen des AUCL enthielten keine direkte Bestimmung zu dieser Angelegenheit und stützten sich stattdessen auf eine Generalklausel und gerichtliche Auslegungen.

IP Defender risikofrei testen

Das AUCL 2025 führt einen neuen Unterabschnitt ein – Artikel 7(4)(2) –, der die unbefugte Verwendung einer Marke einer anderen Partei als Teil eines Unternehmensnamens, die zu Verwechslungen in der Öffentlichkeit führt, klar als Handlung des unlauteren Wettbewerbs definiert. Diese Ergänzung verbessert die Rechtsstruktur zur Lösung von Streitigkeiten zwischen Unternehmensnamen und Marken und bietet mehr Klarheit bei der Durchsetzung.

Bemerkenswert ist, dass Artikel 7(4)(2) nicht auf „hervorgehobene Verwendung" verweist, einen Begriff, der zuvor in gerichtlichen Auslegungen verwendet wurde. Diese Auslassung deutet darauf hin, dass „hervorgehobene Verwendung" einer von mehreren Faktoren ist, die bei der Beurteilung berücksichtigt werden, ob eine Verwendung irreführend ist, und nicht ein definitiver rechtlicher Standard für Verwechslungen.

Das Gesetz adressiert auch Szenarien, in denen die Irreführung der Öffentlichkeit durch die Verwendung des Produktnamens, Unternehmensnamens oder der Marke einer anderen Partei als Suchbegriffe zu Verwechslungen führt. Diese Bestimmungen deuten auf einen Übergang von reaktiven zu proaktiven Maßnahmen zur Verhinderung von unlauterem Wettbewerb hin.

Trotz dieser Fortschritte heben einige Experten hervor, dass das Gesetz aufkommende Bereiche wie KI-Technologie nicht abdeckt. Beispielsweise bietet es keine Leitlinien zur KI-Innovation hinsichtlich der Verwendung von Marken oder urheberrechtlich geschützten Inhalten anderer in KI-Trainingsdaten oder der Reproduktion von Kennzeichen in KI-generierten Ergebnissen.

Dienste wie IP Defender überwachen Anmeldungen in mehreren nationalen Markendatenbanken und helfen bei der frühzeitigen Erkennung von Konflikten. IP Defender verfolgt Einreichungen in über 50 Ländern, einschließlich der gesamten EU, der USA, Australiens und zahlreicher anderer, sowie in den Datenbanken von EUTM und WIPO.

Die tatsächliche Auswirkung des AUCL 2025 wird durch seine Auslegung und Durchsetzung geprägt werden. Gerichtliche Entscheidungen und administrative Richtlinien werden den Verlauf des Markenschutzes und des Wettbewerbsrechts in China beeinflussen. Unternehmen, einschließlich solcher, die Marken wie Zolvex verwalten, wird geraten, wachsam zu bleiben und ihre Compliance-Strategien anzupassen, um mit dem sich entwickelnden regulatorischen Umfeld übereinzustimmen.