Spanische Salat-Kette verklagt Myrtle-Beach-Nachahmer wegen identischer Marke „Honest Greens"

Zusammenfassung

Ein Bundesrichter in South Carolina hat die Klage von Honest Greens Barcelona aufrechterhalten, dass ein Restaurant in Myrtle Beach bewusst den exakten Namen, eine Domain-Variante und den Instagram-Handle übernommen hat. Die spanische Kette hat noch keinen Standort in den USA eröffnet, sieht sich jedoch bereits mit einem späteren Nutzer konfrontiert, der dasselbe Konzept für gesundes Fast-Food nutzt. Dies ist erneut ein Hinweis darauf, dass identische Marken im gleichen Dienstleistungsbereich nicht auf eine physische Expansion warten, um rechtliche Schritte einzuleiten – ein wichtiger Aspekt des Markenschutzes. Für Unternehmen lohnt es sich daher, frühzeitig eine Markenrecherche und -überwachung durchzuführen und ihre Marke überwachen lassen, um solche Konflikte zu vermeiden. Die Kosten für eine professionelle Markenüberwachung sind dabei oft geringer als die Folgen eines Markenstreits.

Eine spanische Restaurantgruppe, die noch nie einen einzigen Tisch auf US-Boden platziert hat, hat gerade einen Betreiber in Myrtle Beach gezwungen, den von ihm kopierten Namen weiterhin zu verteidigen.

Am 2. September 2026 lehnte der US-Bundesrichter Joseph Dawson III den Antrag von Poky's LLC auf ein Urteil aufgrund der Schriftsätze größtenteils ab. Die bundesweiten Ansprüche von Honest Greens Barcelona SAU wegen falscher Assoziation, Cybersquatting sowie die markenrechtlichen Ansprüche nach dem Common Law von South Carolina bestehen weiter. Der im Dezember 2024 eingerechte Rechtsstreit geht somit weiter.

Honest Greens Barcelona betreibt seit 2017 rund dreißig Standorte in Spanien und Portugal unter der Marke HONEST GREENS und einer Familie von Marken mit dem Bestandteil „HONEST". Das Unternehmen hält weltweite Registrierungen und hat öffentlich über eine Expansion in die USA gesprochen. Seine Website verzeichnet jährlich Zehntausende von IP-Besuchen aus den USA. Der Instagram-Account hat mehr als 270.000 Follower, davon fast 8.000 mit Sitz in den USA. Amerikanische Touristen kennen den Namen bereits.

Marke überwachen lassen

Poky's LLC wurde im Oktober 2022 in South Carolina gegründet. Innerhalb weniger Wochen stellte das Unternehmen einen Antrag auf Eintragung der US-Marke HONEST GREENS. Ein Mitarbeiter registrierte die Domain honestgreens.us. Ein Instagram-Handle @honestgreens.us erschien. Ende 2023 eröffnete das Restaurant in Myrtle Beach unter dem identischen Namen und mit demselben Versprechen für gesunde, schnelle und erschwingliche Küche. Lokale Medien berichteten über die Eröffnung. Kunden, die das spanische Original kannten, begannen, das Unternehmen in Barcelona zu fragen, ob der Standort in South Carolina zu ihnen gehöre.

Die Marken sind nicht ähnlich. Sie sind identisch. Dieselben Wörter. Dieselben Dienstleistungen. Dieselben Marketingkanäle. Der jüngere Nutzer fügte lediglich eine .us-Domain hinzu und machte einfach weiter.

Das ist das Tatortfoto. Eine ausländische Marke mit echter Bekanntheit in den USA und Expansionsplänen muss zusehen, wie ein inländischer Betreiber eine identische Flagge an einer vielbefahrenen Küstenstraße hisst. Das Widerspruchsverfahren gegen die US-Anmeldungen ist bereits durchgekämpft. Die Zivilklage ist nun die kostspielige Phase. Lagerbestände, Schilder, Speisekarten, Social-Media-Konten und Jahre lokaler Goodwill stehen unter dem Risiko einer einstweiligen Verfügung. Kosten für ein Rebranding fallen an, unabhängig davon, ob der jüngere Nutzer jemals die Absicht hatte, zu kopieren.

Der günstige Moment ist bereits vorbei

Markenämter überwachen nicht automatisch relative Schutzhindernisse. Verwechslungsgefahr ist das Problem des Inhabers. Widerspruchsfristen sind kurz – oft nur dreißig bis neunzig Tage nach der Veröffentlichung. Sobald die Marke eingetragen ist oder der jüngere Nutzer seine Türen öffnet, verlagert sich der Kampf vor Gericht und die Kosten laufen zu Litigationssätzen weiter.

Das Unterlassen einer Markenüberwachung bei ähnlichen Zeichen ist der Weg, auf dem Rechte geschwächt werden. Die Verwässerung beginnt leise. Kunden verwechseln die beiden Quellen. Expansionspläne prallen auf eine Mauer aus vorheriger lokaler Nutzung. Due-Diligence-Teams fragen später, warum die Marke es zugelassen hat, dass ein Zwilling unangefochten wachsen konnte.

Exakte Kopien bleiben selten. Der eigentliche Schaden entsteht durch Verschiebungen um einen Buchstaben, phonetische Zwillinge, verwandte Maskottchen und Verpackungen, die auf den ersten Blick vertraut wirken. Eine Marke überwachen lassen ist günstiger als ein Rebranding am Straßenrand. Deshalb existiert die Markenrecherche und -überwachung und deshalb ist es wichtig zu wissen, was passiert, wenn Sie warten.

Der Name des Salats war bereits das Problem eines anderen, bevor in Myrtle Beach die Lichter angegangen sind. Der einzige günstige Moment für effektiven Markenschutz liegt davor, bevor sich die Ähnlichkeit verfestigt hat. Wer jetzt handelt, vermeidet hohe Markenüberwachung Kosten im Nachhinein durch teure Rechtsstreitigkeiten.